Vogelschutzmaßnahmen am Flughafen

Drehkreuz Flughafen München: Attraktiv für sehr große und ganz kleine Vögel

26.02.2016
Der Flughafen München ist ein attraktiver Lebensraum für Vögel. Gerade innerhalb des Sicherheitszauns finden zahlreiche bedrohte Vogelarten optimale Bedingungen zum Brüten, Überwintern und Rasten. Auch besonders seltene Zugvögel steuern Jahr für Jahr gezielt den Flughafen München an. Highlights der Vogelwelt am Münchner Airport sind der stark gefährdete Wachtelkönig und der Brachvogel.

Was haben der Airbus A380, die Boeing 787, der Wachtelkönig und der Große Brachvogel gemeinsam? Richtig: Sie fliegen weite Strecken und finden am Flughafen München optimale Bedingungen vor. Der Airport tut eine Menge für das Wohlergehen seiner Reisenden – auch wenn es sich dabei um die gefiederten »Flug-Gäste« handelt. Jetzt, im Frühling, treffen sie wieder in Scharen ein.

Wer am Flughafen München startet oder landet, erlebt »Bayerns Tor zur Welt« als gastlichen Ort. So sehen es nicht nur Millionen Passagiere aus aller Welt, die unseren Airport schon mehrfach zum besten Europas gewählt haben. Auch besonders seltene Zugvögel steuern Jahr für Jahr gezielt den Flughafen München an. Gerade innerhalb des Sicherheitszauns finden zahlreiche bedrohte Vogelarten optimale Bedingungen zum Brüten, Überwintern und Rasten.

Da war es nur konsequent, die Vögel auf dem Airportgelände auch offiziell unter Schutz zu stellen: 4.525 Hektar umfasst das Vogelschutzgebiet »Nördliches Erdinger Moos« derzeit. Dabei entfallen ganze 658 Hektar auf die Flughafenwiesen innerhalb des Zauns. Er schützt nicht nur den Flugbetrieb von Airbus, Boeing und Co., sondern bietet auch den Vögeln einen sicheren Rückzugsraum. Beim Bau einer dritten Start- und Landebahn würden zusätzliche Ausgleichsflächen zum Vogelparadies umgestaltet – ein Areal, größer als der Englische Garten.

Vögel, die ihre Nester auf dem Boden bauen, profitieren ganz besonders von dem geschützten Refugium. Es hält ihnen nicht nur Raubtiere und Spaziergänger vom Leib, sondern auch die intensive Landwirtschaft, die das Umland des Flughafens prägt. Besonders gut vermehrt sich etwa der vom Aussterben bedrohte Große Brachvogel. 76 Brutpaare haben im Sommer 2015 ihre Küken auf dem Flughafengelände aufgezogen.

Damit beherbergt der Flughafen München den größten Brachvogelbestand in ganz Bayern. Weitere Highlights der »Vogelwelt« am Münchner Airport sind der stark gefährdete Wachtelkönig, der den Winter im südlichen Afrika verbringt und der Kiebitz, den Vogelliebhaber am prachtvollen Federkleid und an seiner auffälligen Haube erkennen – ganze 191 Brutpaare wurden letzten Sommer gezählt.

Zum aktiven Schutz der Vögel trägt das ausgeklügelte Biotopmanagement des Flughafens bei. Dabei wird auf die Bedürfnisse der sogenannten Bodenbrüter besonders Rücksicht genommen: Die ausgedehnten Wiesen zwischen den Start- und Landebahnen werden erst gemäht, nachdem auch der letzte Jungvogel ausgeflogen ist ...

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