Umweltschutz am Flughafen München spitze

Der Münchner Flughafen ist in puncto Umweltschutz ganz vorne dabei

30.06.2016

München kann Flughafen. Die Passagiere haben den Münchner Airport dieses Jahr erneut zum besten in Europa und sogar zu einem der besten weltweit gekürt. Und verglichen mit sehr vielen anderen Flughäfen der Welt ist München auch auf einem anderen Gebiet spitze: nämlich in seiner Verantwortung der Umwelt gegenüber.

Erfolgsgeschichte mit dritter Start- und Landebahn fortsetzen

Ein großer Flughafen hat als Teil der Verkehrsinfrastruktur naturgemäß Auswirkungen auf die Umwelt. So entsprechen Energieverbrauch und Emissionen denen einer kleinen Stadt. Dem Flughafen München ist diese Verantwortung sehr bewusst: Er unternimmt daher seit jeher erhebliche Anstrengungen unter anderem beim Lärm-, Natur- und Klimaschutz sowie bei der Luftreinhaltung. Ziel des Airports ist, zusätzliche Belastungen zu mindern oder zu vermeiden und sparsam mit natürlichen Ressourcen umzugehen – ganz im Sinne unserer kommenden Generationen.

Es ist deshalb wichtig, die dritte Start- und Landebahn zu bauen, um den Flughafen München auch künftig möglichst ressourcenschonend betreiben zu können. Denn: Wie auf einer Autobahn haben die beiden Bahnen in verkehrsstarken Zeiten kaum noch Kapazitäten. Oder die sogenannten Slots, also die Zeiten, in denen Flieger starten oder landen dürfen, werden beispielsweise durch Gewitter, Eis und Schnee reduziert. Ankommende und abfliegende Flugzeuge müssen dann Wartezeiten in Kauf nehmen – und verbrauchen dadurch unnötig Kerosin.

Nur wenige Airports der Welt können mit München darin mithalten, wachsenden Flugverkehr auch ökologisch verantwortungsvoll zu bewerkstelligen. Einige seiner Maßnahmen sind sogar weltweit einzigartig. Mit dem Bau der dritten Bahn schafft der Flughafen München die Voraussetzung dafür, auch diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen.

Lärmschutz
Geringste Lärmbelastung eines Flughafens in Deutschland

Nirgendwo in Deutschland ist der Betrieb eines Großflughafens mit weniger Lärmbelastung für die Menschen im Umland verbunden als in München. Während in Frankfurt über 197.000 Menschen von Fluglärm über 55 dB(A) betroffen sind, sind es in München rund 11.300. Für ihren Schutz wurden seit 1992 zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, so die Erweiterung des Nachtschutzgebiets oder der Einbau von rund 21.000 Schallschutzfenstern

Um den Lärm an seiner Quelle zu reduzieren, unterstützt der Flughafen München auch Optimierungen im Flugverkehr, zum Beispiel den Sinkflug mit den Triebwerken im Leerlauf. Durch lärmabhängige Entgelte hat er einen Anreiz für Airlines geschaffen, moderne und leise Flugzeuge einzusetzen.

Auch Transparenz wird großgeschrieben: Der Flughafen betreibt 16 stationäre und drei mobile Lärmmessstationen, alle Werte sind live im Internet über die Informationsplattform „Fluglärmüberwachung-Online“ einsehbar.

Mehr erfahren: Fluglärmüberwachung online

Luftgüte
Sauber wie auf dem Land

München ist der erste deutsche Flughafen, der nicht nur ständig die Luftgüte misst, sondern Gemeinden auch eine mobile Messstation anbietet. Zuletzt stand sie für sechs Monate in Fraunberg im Landkreis Erding und erfasste dort rund um die Uhr alle relevanten Schadstoffe: Sämtliche Ergebnisse lagen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Die Luft in der Umgebung des Flughafens ist sogar gut bis sehr gut und gleicht der in vorstädtischen und ländlichen Gebieten.

Neben der Luftgütemessung führt der Flughafen auch ein Bio-Monitoring durch und untersucht zum Beispiel Grünkohlkulturen auf Schadstoffeinfüsse. Alle Grenzwerte für Futter- beziehungsweise Lebensmittel werden dabei stets unterschritten.

Naturschutz
Ökologische Ausgleichsflächen dreimal so groß wie der Englische Garten

Rund zwei Drittel des 1.586 Hektar großen Flughafengeländes sind Grünflächen. Vor allem die wertvollen Magerwiesen neben den zwei Start- und Landebahnen bieten vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum und sind zentraler Bestandteil des Europäischen Vogelschutzgebietes "Nördliches Erdinger Moos“.

Außerhalb seines Geländes unterhält der Flughafen rund 370 Hektar an ökologischen Ausgleichsflächen. Weitere 806 Hektar kommen hinzu, um den Bau der dritten Bahn zu kompensieren. Insgesamt werden die Ausgleichsflächen dann rund dreimal so groß sein wie der Englische Garten in München.

Ziel aller Naturschutz-Maßnahmen ist es, die ökologische Vielfalt zu steigern sowie gefährdete Lebensräume mit hoher Artenvielfalt wiederherzustellen bzw. zu optimieren. So trägt der Flughafen maßgeblich dazu bei, das gesamte Ökosystem in der Münchner Schotterebene zu stabilisieren.

Klimaschutz
Treibhausgasemissionen bis 2020 gedeckelt

Der Flughafen München hat seinen CO2-Ausstoß zunächst bis 2020 gedeckelt und bewerkstelligt sämtliches Wachstum klimaneutral. Mit mehr als 150 Einzelmaßnahmen konnte er die Emissionen von 2005 bis 2014 um sieben Prozent senken, pro Passagier sogar um mehr als 30 Prozent.

Die Luftfahrt in Deutschland hat ihren Treibstoffverbrauch in den letzten Jahren so stark verbessert wie kein anderer Verkehrsträger. Sie verbraucht heute durchschnittlich weniger als vier Liter Kerosin pro 100 Kilometer und Passagier, 42 Prozent weniger als noch 1990.

Für seine Klimamaßnahmen wurde der Flughafen 2016 zum 6. Mal in Folge mit dem Gütesiegel Airport Carbon Accreditation zertifiziert. Beim renommierten CDP, dem größten Klimaschutz-Ranking, erreichte er 2015 erneut einen Spitzenrang unter den Top 3 in der Transportbranche Deutschland, Österreich und Schweiz. Unter den Flughäfen, die weltweit teilnahmen, war München der beste.