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Erste Weltumrundung mit einem Solarflugzeug

26.07.2016

Die Schweizer Bertrand Piccard und André Borschberg haben am Steuer von Solar Impulse 2 Luftfahrtgeschichte geschrieben: Die beiden Pioniere vollendeten die erste Weltumrundung in einem Solarflugzeug. Am Montag landeten sie nach insgesamt 23 Flugtagen, 17 Etappen und 43.041 Kilometern sicher in Abu Dhabi - und das ohne einen Tropfen Treibstoff verbraucht zu haben.

Premiere in der Geschichte erneuerbarer Energien

„Es ist nicht nur eine Luftfahrtpremiere, sondern vor allem eine Premiere in der Geschichte erneuerbarer Energien“, jubelte Pilot Bertrand Piccard nach der Landung des von der Sonne angetriebenen Elektroflugzeugs. Einer der ersten Gratulanten war UN-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Dies ist ein historischer Tag für Kapitän Piccard, das Solar Impulse Team und die Menschheit. Sie mögen heute die Weltumrundung erfolgreich beenden, aber die Reise in eine nachhaltigere Zukunft hat gerade erst begonnen“, betonte Ban Ki-moon.

19 Weltrekorde aufgestellt

Die Reise von Piccard und Borschberg begann am 9. März 2015 ebenfalls in Abu Dhabi. Die beiden Schweizer stellten bei ihrer Reise über Asien, den Pazifik, die USA, den Atlantik, das Mittelmeer und den Nahen Osten insgesamt 19 Weltrekorde auf.

Bertrand Piccard schrieb mit der Weltumrundung in einem Solarflugzeug übrigens bereits zum zweiten Mal Luftfahrtgeschichte: 1999 hatte er als erster Mensch die Welt in einem Heißluftballon ohne Zwischenlandung umrundet. Anschließend trieb er gemeinsam mit dem Unternehmer und erfahrenen Piloten André Borschberg die Planungen für Solar Impulse voran.

Weitere Innovationen

Und auch nach der geschafften Weltumrundung bleiben die beiden Abenteurer ihrer Mission treu: Sie werden weiterhin für den Einsatz moderner, sauberer Technologien werben. „Solar Impulse ist sehr gut aufgestellt, einen Beitrag zur nächsten Generation von Elektroflugzeugen zu leisten. Wir werden die Erfahrungen aus den vergangenen zehn Jahren nutzen, um konkrete Innovationen und neuartige Lösungen zu fördern“, erklärte André Borschberg.

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