Klimaschutz beim neuen Satelliten

Fassade mit viereinhalb Meter Luftpuffer

Die 609 Meter langen Längsseiten des Satelliten sind als sogenannte »Klimafassaden« konstruiert. Sie funktionieren nach dem Prinzip einer Thermoskanne – nur, dass die luftgefüllten Pufferzonen hier 4,5 Meter breit sind. Der klimatisierte Innenraum des Satelliten ist damit optimal isoliert. In den Klimafassaden befinden sich Rolltreppen, mit denen die Fluggäste zwischen den drei Passagierebenen wechseln können. Darüber hinaus wurde für die Außenfassaden ein spezielles Glas verwendet. Es lässt zwar Tageslicht durch, verhindert dank einer Beschichtung aber ein übermäßiges Aufheizen.

Klimatisiert wird der Satellit über das flughafen-eigene Blockheizkraftwerk, in dem der Airport 60 Prozent seines Strombedarfs umweltfreundlich selbst produziert. Die dabei entstehende Abwärme wird im Winter zum Heizen und im Sommer – nach Umwandlung in einer sogenannten Absorptionskältemaschine – zum Kühlen genutzt. Das Satellitengebäude ist an das Fernwärmesystem des Flughafens angebunden. Im Gebäude selbst werden Wärme und Kälte durch im Fußboden verlegte Leitungen verteilt. Die Lüftung erfolgt durch moderne Quelllufttechnik und – wenn die Außentemperatur es zulässt – auf natürlichem Wege durch Öffnungen im Gebäude.

Klimafreundliche Technik auch am Flugzeug

Auch für das Lichtkonzept spielte die Energieeffizienz eine zentrale Rolle: Die insgesamt 17.000 Lampen wurden so angeordnet, dass sie die optimale Wirkung erzielen. Die Beleuchtungsstärke der sparsamen LED-Lampen kann jederzeit nach Bedarf angepasst werden, bei starker Bewölkung also beispielsweise hochgefahren und bei Sonnenschein ensprechend gedimmt werden.

Effiziente und klimafreundliche Technologie kommt auch vor dem Satellitengebäude zum Einsatz: Alle 27 Flugzeugpositionen sind mit sogenannten »Pre-Conditioned-Air«-Anlagen (PCA) ausgestattet. Sie versorgen die Flugzeuge mit klimatisierter Frischluft. Im Sommer wird gekühlte, im Winter vorgewärmte Frischluft ins Flugzeug gepumpt. Dadurch müssen die mit Kerosin betriebenen Hilfsturbinen der Jets nicht laufen.

Nicht zuletzt sind sämtliche Flugzeugpositionen über Fluggastbrücken direkt mit dem Gebäude verbunden. Dadurch entfallen künftig die Bustransferfahrten von und zu den Flugzeugen komplett – was den CO2-Ausstoß nochmals reduziert.