Passagierschauspieler testen das neue Abfertigungsgebäude

Satellit im Endspurt: Der Ausbau auf einen Blick

08.02.2016
Der Bau ist so gut wie abgeschlossen, der Basisprobebetrieb erfolgreich absolviert und in Kürze testen zahlreiche interne und externe Passagier-Schaupieler das neue Abfertigungsgebäude auf dem Vorfeld auf Herz und Nieren. Im April wird Eröffnung gefeiert. Bis dahin ist noch allerhand zu tun.

Der Countdown läuft

Betrachtet man den Satelliten von außen, scheint die Eröffnung nur noch Formsache zu sein: Bereits Ende 2014 waren die Kräne und Gerüste abgebaut, Glasfassade und Dach geschlossen, die Arbeiten auf dem Vorfeld sowie im Untergrund in der Gepäckförderanlage und dem Vorfeld nahezu abgeschlossen. Im Inneren gab es den Herbst über zwar noch allerhand zu tun – doch auch hier lief alles nach Plan, wie Karsten Schiz vom Projektteam Satellit berichtet. Der Countdown bis April läuft, dann können im Satelliten zusätzlich elf Millionen Passagiere pro Jahr starten und landen – was einer Kapazität entspricht, wie sie in etwa der Flughafen Köln-Bonn hat.

Aktuelle Videoclips von der Baustelle gibt gibt es auf dem Youtube-Kanal des Flughafens zu sehen: MucAirport

Integrierter Probebetrieb

Damit nach der Eröffnung alle zentralen Prozesse reibungslos funktionieren, erfolgt ab Januar ein großangelegter sogenannter »Integrierter Probebetrieb«, bei dem Passagierdarsteller gemeinsam mit den Airport-Mitarbeitern die Abläufe – unter anderem das Boarding, Umsteigen oder die Nutzung der Fluggastbrücken – umfassend testen. Wichtiger Bestandteil dabei sind auch zwei »Massen-Probebetriebstage«, an denen Notfall- und Evakuierungsszenarien unter Realbedingungen durchgespielt werden.

Unterirdisches Personentransportsystem

Seit Herbst letzten Jahres finden interne Betriebstests statt, unter anderem auch für das unterirdische Personentransportsystem (PTS), das künftig Mitarbeiter und Reisende zwischen T2 und ihren Arbeitsplätzen beziehungsweise den Ankunfts-und Abflug-Gates hin- und hertransportieren wird. Die Fahrt dauert dabei nur knapp eine Minute.

Alle 27 Flugzeugpositionen direkt ans Gebäude angebunden

Überhaupt wird im neuen Satelliten Wert auf höchste Qualität gelegt, und das neue Gebäude setzt in Sachen Passagierkomfort neue Maßstäbe: Unter anderem haben die 27 Flugzeugpositionen alle eine direkte Anbindung zum Gebäude. Im Satelliten selbst erwartet die Reisenden auf 7.000 Quadratmetern ein abwechslungsreiches Shopping- und Gastronomieangebot – besonderes Highlight ist der ins Gebäude integrierte Tower.

Jobmotor Satellit

Der Satellit bietet vielfältige Jobperspektiven und schafft Arbeitsplätze für hunderte neuer Mitarbeiter, vor allem im Gastronomie- und Retailbereich. Aktuell gibt es entsprechend eine großangelegte Kampagne der Personalverantwortlichen des Flughafen München Konzerns.

Hier erfahren Sie mehr zur Personalmarketingkampagne

40 Prozent CO2-Reduzierung

Das neue Gebäude ist aber nicht nur hübsch anzusehen, es ist auch nach den Grundsätzen nachhaltigen Bauens konzipiert. So dient unter anderem die eindrucksvolle Glasfassade als »Klimapuffer« – eine besondere architektonische Rafinesse, die neben anderen Maßnahmen wie der Einsatz von LEDs oder Quelllufttechnik bei der Klimatisierung erheblich zur CO2-Reduzierung beiträgt. 40 Prozent weniger Emissionen als im T1 und im T2 sollen im Satelliten erreicht werden.

Fakten zum Satellitengebäude

Die Meilensteine im Entstehungsprozess