BDL-Klimaschutzportal

Das Klimaschutzportal der Deutschen Luftverkehrswirtschaft

12.03.2018

Ein Flughafen als große Verkehrsinfrastruktur hat naturgemäß Auswirkungen auf die Umwelt. Das liegt sowohl am Betrieb des Flughafens selbst als auch am Anteil des Ausstoßes startender und landender Flugzeuge, der dem Flughafen nach internationalen Richtlinien zugerechnet wird. Umso wichtiger ist ein effizientes Klimaschutz-Management, wie es der Flughafen München bereits seit 2008 betreibt. Auf dem neuen »Klimaschutzportal« informiert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) darüber, mit welchen Strategien und Maßnahmen die Emissionen des Luftverkehrs reduziert werden und wie die Branche langfristig sogar klimaneutral fliegen kann.

www.klimaschutz-portal.aero

Zusammenhänge transparent aufzeigen

Das Portal bündelt die bereits vorhandenen Informationsangebote der Fluggesellschaften, Flughäfen, Hersteller sowie der Deutschen Flugsicherung und macht sie einem breiten Publikum zugänglich. Dadurch sollen Zusammenhänge transparent dargestellt und die Diskussion über den Klimaschutz im Luftverkehr auf eine sachliche Ebene gebracht werden. So gilt der Luftverkehr in den Augen mancher Kritiker »als Klimakiller Nr. 1«, faktisch aber liegt der Anteil der Emissionen der Luftfahrt am weltweiten CO2-Ausstoß bei 2,55 Prozent. Das Portal informiert auch darüber, wie der Ausstoß von Treibhausgasen bereits heute gemindert wird, und was künftig unternommen wird, um den Energieverbrauch zu senken, fossile durch alternative Kraftstoffe zu ersetzen, bzw. unvermeidbare CO2-Emissionen zu kompensieren.

Ambitionierte Klimaziele der deutschen Luftfahrt

Kaum eine Branche in Deutschland hat sich so ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt wie die Luftfahrt. Die Flughafen München GmbH, die Fraport AG, die Deutsche Lufthansa AG und die Deutsche Flugsicherung GmbH haben sich bereits 2008 in einer Selbstverpflichtung darauf verständigt, die Treibhausgasemission des Jahres 2005 zunächst bis zum Jahr 2020 zu deckeln und sämtliches Wachstum klimaneutral zu bewerkstelligen. Damit geht die Luftfahrtbranche in Deutschland deutlich über die weltweiten Ziele der Branche hinaus: hier soll das Wachstum ab 2020 klimaneutral erfolgen. Der Flughafen München ist beim Klimaschutz noch ambitionierter und will als erster deutscher Verkehrsflughafen bis 2030 klimaneutral werden.

München wird erster CO2-neutraler Flughafen Deutschlands

Die Emissionen der startenden und landenden Flugzeuge kann der Airport kaum beeinflussen, wenngleich er in Zusammenarbeit mit der Flugsicherung und den Fluggesellschaften immer wieder Optimierungen beim Landeanflug oder auf dem Rollfeld vornimmt und den Einsatz moderner Flugzeugtypen durch lärm- und emissionsabhängige Start- und Landeentgelte fördert. Umso wichtiger ist aktiver Klimaschutz in den Bereichen, in denen der Flughafen unmittelbar tätig werden kann. Diese Emissionen reduziert der Flughafen München bis zum Jahr 2030 durch eine breite Palette technischer Maßnahmen um 60 Prozent. Die verbleibenden 40 Prozent kompensiert er, indem er regionale Klimaprojekte unterstützt und eigene entwickelt. Das Klimaschutzprogramm des Flughafens München ist auch auf dem Klimaschutz-Portal der Deutschen Luftverkehrswirtschaft unter der Rubrik »Wer macht was« beschrieben.

Video-Animation: Der Flughafen München wird CO2-neutral