Biotope rund um den Flughafen

Da brummt's - Biotope rund um den Flughafen

12.05.2019

Was für eine (Arten-)Vielfalt: Auf ökologischen Ausgleichsflächen rund um den Airport finden seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum. Die Gesamtfläche ist etwa dreimal so groß wie der Englische Garten in München.

Biotope rund um den Flughafen

Der Flughafen München sollte sich so gut wie möglich in seine Umgebung im Erdinger Moos einfügen: Diese Idee war von Anfang an wesentlicher Bestandteil des Planungskonzepts. Rund um den Airport ist deshalb ein Grüngürtel mit vielfältigen ökologischen Ausgleichsflächen und Biotopen entstanden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei gefährdeten oder geschützten Tieren und Pflanzen, für die maßgeschneiderte Areale gestaltet und entwickelt werden.

Video-Animation: Der Flughafen München wird CO2-neutral

Viele seltene Arten

Westlich des Freisinger Ortsteils Pulling haben die Naturschutz-Experten des Flughafens ein fünf Hektar großes Biotop für seltene Schmetterlingsarten wie den Randring-Perlmuttfalter angelegt. Um optimale Lebensbedingungen für die Tagfalter zu schaffen, haben sie Larvenhabitate eingerichtet und für Schmetterlinge wertvolle Futterpflanzen wie Wiesenknopf und Wiesenknöterich angepflanzt. Wildbienen tummeln sich gerne auf den blühenden Wiesen am Airport, die ganzjährig frei von Dünger und Pflanzenschutzmitteln bleiben und nur selten gemäht werden.

In den vergangenen Wochen sind darüber hinaus fünf Insektenhotels auf dem Flughafencampus errichtet worden. Mit der Gestaltung eines naturnahen Entwässerungsgrabens haben die Landschaftsplaner nördlich des Flughafens Lebensraum für bedrohte Wildblumen wie die Sibirische Schwertlilie geschaffen. Auf den Rofelwiesen etwas weiter südöstlich findet die Sumpfgladiole ideale Lebensbedingungen vor.

Ideales Brutgebiet für den Großen Brachvogel

Noch ein Stück weiter, am Siebentagwerksgraben im Viehlaßmoos, hat der Flughafen ein Areal angelegt, in dem die Vogel-Azurjungfer (5), eine vom Aussterben bedrohte Kleinlibelle, zu Hause ist. Am sogenannten Abfanggraben Ost sind die geschützten Zauneidechsen heimisch. Die Flughafenwiesen neben den Start- und Landebahnen stellen für Wiesenbrüter wie den Großen Brachvogel und den Kiebitz ein ideales Brutgebiet dar: Innerhalb des Flughafenzauns gibt es keine Fressfeinde wie den Fuchs. Der Flughafen gilt deshalb als fester Bestandteil des Vogelschutzgebietes Nördliches Erdinger Moos. Auch im Umland stellt der Airport spezielle Flächen für Wiesenbrüter bereit.

Video: Dem Brachvogel auf der Spur