Lufthansa stationiert A380 in München

»Riesen-Airbus« stärkt das Drehkreuz in München

26.03.2018

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren des Flughafens München ist die Drehkreuzfunktion, die eine hohe Zahl exzellenter Verbindungen in die ganze Welt möglich macht. Dabei werden Zubringerflüge für die langen Strecken zu wichtigen Zielen gebündelt. Aus Berlin, Wien oder Neapel steigen Passagiere in München etwa nach Los Angeles um. Mit der Stationierung eines erheblichen Teils ihrer Langstreckenflotte in München stärkt Lufthansa die Drehkreuzfunktion von Bayerns Tor zur Welt.

Fünf A380 und 15 A350 für München

Insgesamt stationiert Lufthansa künftig fünf ihrer 14 Airbus A380 in München. Mit dem größten Passagierflugzeug der Welt werden in der am 25. März beginnenden Sommerflugplanperiode neben Los Angeles auch Peking und Hongkong angeflogen.

Zudem macht Lufthansa ihr bayerisches Drehkreuz zur Basis ihrer ersten 15 Airbus A350, dem modernsten und umweltfreundlichsten Langstreckenflugzeug der Welt. Sein Kerosinverbrauch liegt bei unter drei Liter pro Passagier auf 100 Kilometer Flugstrecke – 25 Prozent weniger als bei vergleichbaren Flugzeugtypen. Dank seiner leichten Konstruktionsweise und modernster Triebwerkstechnik ist er bei Start und Landung auch deutlich leiser als die Flugzeugtypen, die er in München schrittweise bis September 2019 ersetzt.

Bei Langstrecken in der europäischen Spitze angekommen

Mit den beiden Entscheidungen von Lufthansa ist der Flughafen München endgültig im Kreis der großen europäischen Drehkreuze angekommen und ist mit London, Paris und Frankfurt der viertgrößte A380-Standort in Europa. Die Langstreckenverbindungen haben einen positiven Effekt auf die Wirtschaft in der Region: Ein stationiertes Flugzeug vom Typ A380 schafft rund 500 Arbeitsplätze. Lufthansa allein beschäftigt am Flughafen München heute bereits rund 12.000 Mitarbeiter und ist der größte Arbeitgeber am Campus. Allerdings können diese großen Flugzeuge nur auf sehr stark nachgefragten Strecken eingesetzt werden.

Stärkung der Drehkreuzfunktion

Ein weiterer Vorteil ist, dass jede neue Langstreckenverbindung das Drehkreuz in München stärkt. Davon profitiert vor allem die Region. Der Grund dafür ist einfach: Auf Verbindungen wie der neuen nach Los Angeles kommen etwa 30 Prozent der Passagiere aus der Region München, 70 Prozent sind Umsteiger. Ohne das Drehkreuz würde es einen Großteil der Interkontinentalverbindungen von und nach München schlicht und einfach nicht geben. Erst das Drehkreuz sichert die vielen attraktiven Direktflüge, von denen vor allem die Passagiere und München als an Zukunftsmärkte bestens angebundener Standort profitieren.

Großes Potenzial bei der Luftfracht

Rund 80 Prozent der in München umgeschlagenen Fracht werden als Beiladefracht auf der Passagierlangstrecke transportiert. Damit stärkt der Einsatz modernster Langstreckenflugzeuge der Lufthansa auch die für die süddeutsche Exportindustrie wichtige Luftfracht. Da bisher nur zwei Fünftel der in Süddeutschland anfallenden Luftfracht über den Flughafen München geflogen wird, besteht hier noch großes Potential. Momentan wird der Großteil dieser Fracht noch per LKW an andere Standorte wie Frankfurt, Amsterdam oder Leipzig gefahren, was weder umweltfreundlich noch logistisch sinnvoll ist.