Keyvisual

Luftverkehr nur zu 2 Prozent an den CO2-Emissionen beteiligt

21.05.2019

Das Fliegen wird in Teilen der öffentlichen Diskussion angesichts des fortschreitenden Klimawandels als unverantwortlich dargestellt. Ein ausführlicher Artikel in ZEIT Wissen räumt nun auf mit der Behauptung, der Luftverkehr sei „Klimakiller Nr. 1“. Der Autor Niels Boeing schreibt seit der Kyoto-Konferenz 1997 über Klimaschutz und stellt klar, dass der Anteil des Fliegens an den weltweiten CO2-Emissionen 2014 lediglich bei 2 Prozent lag.

Das bedeutet freilich nicht, dass nicht auch der Luftverkehr seinen Beitrag zur Eindämmung der CO2-Emissionen leisten kann und dies auch tut. So hat sich der Flughafen München zum Ziel gesetzt, bis 2030 als erster deutscher Flughafen CO2-neutral zu arbeiten. Dafür wird er die dem Airport zurechenbaren CO2-Emissionen um 60 Prozent senken. Die verbleibenden 40 Prozent werden kompensiert. Dafür wird der Flughafen München bis 2030 rund 150 Millionen Euro investieren - auch wenn diese nicht immer durch Einsparungen refinanziert werden können.

Mehr erfahren: Klimaschutz-Strategie des Flughafens München

Video-Animation: So will der Flughafen München klimaneutral werden."

Mit Blick auf klimaoptimierte Flugrouten und mögliche klimaneutrale Treibstoffalternativen wie den Wasserstoff skizziert ZEIT-Autor Niels Boeing gleichzeitig auch Wege für die Fluggesellschaften selbst. Sein Fazit: "Wir sollten alle Hebel in Bewegung setzen – und zwar nicht mit individuellen Verzichtsentscheidungen, sondern als politisch handelnde Subjekte – dass sie Wirklichkeit wird. Dass der Traum vom Fliegen nicht zerplatzt. Und wir nicht hart auf dem Boden einer engstirnigen Welt aufschlagen, deren Landstriche wieder allein um ihren eigenen Nabel kreisen und in der wir vergessen haben, was für eine vielfältige Menschheit auf diesem Planeten zu entdecken ist."

Mehr erfahren: Artikel in ZEIT Wissen