Jahrespressekonferenz 2018: Rekordergebnis aber Kapazitätsengpass spitzt sich zu

20.03.2019

Die Flughafen München GmbH (FMG) hat auf ihrer Jahrespressekonferenz eine positive Bilanz für das Betriebsjahr 2018 gezogen: Der Anstieg der Passagierzahlen um 3,8 Prozent auf 46,3 Millionen und die damit verbundenen Erlössteigerungen im Aviation- und Non-Aviation- Geschäft trugen maßgeblich dazu bei, dass der Konzernumsatz nach vorläufigen Berechnungen erstmals auf mehr als 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Insgesamt schließt der FMG-Konzern das vergangene Betriebsjahr mit einem Gewinn in Höhe von rund 150 Millionen Euro (EAT) ab.

Die dynamische Verkehrsentwicklung am Münchner Flughafen im Jahr 2018 ist vor allem durch das Passagierwachstum bei den internationalen Flugverbindungen zu erklären. Dabei war der Fernreiseverkehr mit einem Anstieg von sieben Prozent der größte Wachstumstreiber. Hier wirkte sich nicht zuletzt die Stationierung von fünf Lufthansa-Maschinen vom Typ Airbus A380 aus. Das weltweit größte Linienflugzeug bietet pro Flug über 500 Sitzplätze und wurde im ersten Jahr von rund 900.000 Fluggästen der Lufthansa genutzt. Zur Erneuerung der Münchner Langstreckenflotte trug auch der Airbus A350 bei. Bis zum Juli dieses Jahres werden es insgesamt 15 dieser sparsamen und äußerst leisen Großraumjets sein, die Lufthansa in München stationiert. Die starke Nachfrage im Fernreiseverkehr hat auch zu einer abermals verbesserten Sitzplatzauslastung an Bayerns Luftverkehrsdrehkreuz beigetragen: Mit nunmehr 77,5 Prozent wurde der bisher höchste Wert in der Geschichte des Airports erzielt.

Die positive Verkehrsentwicklung hat sich in den ersten zweieinhalb Monaten des laufenden Betriebsjahres fortgesetzt: Die Anzahl der Flugbewegungen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp drei Prozent, bei den Passagieren lag das Plus sogar bei über vier Prozent. Der Vorsitzende der FMG-Geschäftsführung, Dr. Michael Kerkloh sagte jedoch: "Im Hinblick auf die künftige Entwicklung müssen wir konstatieren, dass die prognostizierte Nachfragesteigerung im kommenden Jahrzehnt am Münchner Flughafen nicht mit einer entsprechenden Ausweitung des Angebotes beantwortet werden kann. Durch das Moratorium beim Bau der dritten Startbahn sind die Wachstumsmöglichkeiten hier gedeckelt", gab Flughafenchef Kerkloh zu bedenken. Kerkloh weiter: "Vor diesem Hintergrund wird unsere Aufgabe in den kommenden Jahren vornehmlich darin bestehen, die Angebotsvielfalt und Servicequalität unseres Flughafens unter den schwierigen Rahmenbedingungen einer sich stetig zuspitzenden Engpasssituation zu behaupten. Dabei kommt es darauf an, die Drehkreuzqualität zu stärken und insbesondere die Rolle des Münchner Flughafens als Gateway im interkontinentalen Reiseverkehr weiter zu festigen."

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