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Auch Niederbayerns Tor zur Welt

Auch Niederbayerns Tor zur Welt

29.08.2017

Vor kurzem haben sich alle neun niederbayerischen Landräte für den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Münchner Flughafen ausgesprochen. Der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Landkreistags, der Passauer Landrat Franz Meyer (CSU), nannte den Flughafen gegenüber der Landshuter Zeitung einen »Jobmotor für Niederbayern und einen der mit Abstand wichtigsten wirtschaftlichen Impulsgeber«. Der Flughafen München sei, so Meyer, für viele Unternehmen aus der Region ein unverzichtbarer Wettbewerbsfaktor und daher auch ein niederbayerischer Flughafen. Daher bedeute die geplante Erweiterung des Airports auch eine dauerhafte Sicherung des Standorts Niederbayern. Mit Blick auf den Bürgerentscheid 2012, bei dem sich die Münchner mehrheitlich gegen eine dritte Startbahn ausgesprochen hatten, sagte Meyer: »Es kann nicht sein, dass die Landeshauptstadt entscheidet, was wir in Niederbayern an Zukunft haben.«

Flughafen München wesentlicher Standortfaktor für Niederbayern

Für ihre Forderung haben die niederbayerischen Landräte starke Argumente. Das gilt insbesondere für die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens München. In den vergangenen Jahrzehnten hat Ostbayern eine enorme wirtschaftliche Erfolgsgeschichte hingelegt. Die Unternehmen Niederbayerns sind heute weltweit aktiv. Einer ihrer wesentlichen Standortfaktoren ist der Flughafen München mit seinen exzellenten Verbindungen.

Kein Wunder, dass sich unter den 228 Unternehmen und Verbänden, die sich inzwischen für den Ausbau des Flughafens München engagieren, über 20 aus Niederbayern finden – darunter vor allem Familienunternehmen wie die Dräxlmaier GmbH, klassische Mittelständler wie die Wolf GmbH sowie Traditionsmarken wie Brandt Zwieback. Fritz Dräxlmaier, Geschäftsführer der Dräxlmaier Group sagt: »Wir liefern aus sechzig Standorten in zwanzig Ländern just-in-time und just-in-sequence an unsere Kunden, die Premiumautomobilhersteller. Das ist nur mit einer guten Infrastruktur möglich.«

Auch für das Niederbayern Forum, der Zusammenschluss von mehr als 100 Städten, Landkreisen und Unternehmen aus Niederbayern, ist der Flughafen ein unverzichtbarer Partner. Heinz Grunwald, der frühere Regierungspräsident von Niederbayern, sagt: »Der Flughafen München ist für Niederbayern das Tor zur Welt. Die niederbayerische Wirtschaft ist international bestens vernetzt, bei einer Exportquote von über 50 Prozent ist sie zwingend auf einen leistungsfähigen, bedarfsgerecht ausgebauten Flughafen angewiesen.«

Mehr erfahren: Stimmen weiterer Partner aus der Wirtschaft für den Ausbau des Münchner Flughafens

Immer mehr Flughafenmitarbeiter aus Niederbayern

Neben der Bedeutung für Niederbayerns Unternehmen wird der Flughafen München auch als Arbeitsstätte für Arbeitnehmer aus Niederbayern immer beliebter: Allein aus der Stadt und dem Landkreis Landshut arbeiten heute 3.700 Personen am Flughafen. Dies entsptricht einem Anstieg von über 14 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012.

Verbesserung der Verkehrsanbindung nach Niederbayern

Und nicht zuletzt fördert der Flughafen München eine bessere Verkehrsanbindung zwischen der Wachstumsregion Niederbayern und der Metropolregion München: so wird derzeit die Neufahrner Kurve südlich von Freising gebaut. Damit wird die Region Ostbayern umsteigefrei an den Flughafen München angebunden. Zwischen Landshut und dem Flughafen wird sich die Reisezeit von bisher einer Stunde auf nur noch eine dreiviertel Stunde reduzieren. Ende 2018 soll der Ausbau pünktlich abgeschlossen sein.


Foto: Die niederbayerischen Landräte, Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich (l.), Regierungspräsident Rainer Haselbeck (2.v.l.), das geschäftsführende Präsidialmitglied des Bayerischen Landkreistags, Dr. Johann Keller (7.v.l.), und der Präsident des Bayerischen Landkreistags, Christian Bernreiter (8.v.l.).