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Debatte im Wirtschaftsausschuss

Debatte im Wirtschaftsausschuss: »Airport könnte stärker wachsen«

17.07.2017

Die dritte Start- und Landebahn stand am 13. Juli auf der Agenda des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag. Zu der Sitzung war auch Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh als Gast geladen. Es gehe um eine »zentrale Entscheidung, die wesentlich zur Entwicklung Bayerns beiträgt«, wie Bayerns Finanzminister und FMG-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Markus Söder sagte.

Söder stellte im Rahmen der Ausschussdebatte die dynamische Verkehrsentwicklung am Flughafen München vor. »Die Maßnahmen der Lufthansa helfen da natürlich sehr stark«, fügte er mit Blick auf die Stationierung der modernen Airbus A350 und A380 sowie das breite Engagement der Eurowings an. Er betonte aber auch: »Wir könnten stärker wachsen, werden aber durch den bestehenden Verkehrsengpass gebremst«. Voraussichtlich 2020 bis 2022 sei die Kapazität am Flughafen München endgültig ausgeschöpft. Möglich seien 430.000 Starts und Landungen pro Jahr.

Flughafenchef Dr. Michael Kerkloh bestätigte diese Zahl. Er erläuterte den Unterschied zwischen der theoretischen Kapazität und der praktischen Kapazität. »Um einen Ankunftsslot um 6.15 Uhr zu füllen, müsste eine Maschine andernorts um 4 Uhr früh starten. Um das darzustellen, wäre es nötig, an 400 europäischen Flughäfen das Nachtflugverbot aufzuheben.« Dies gelte ebenso für Abflugslots am Abend, so der Flughafenchef. Die theoretische Kapazitätsgrenze von 480.000 Bewegungen sei somit rein hypothetischer Natur.

Mehr erfahren: Verkehrszahlen im ersten Quartal 2017