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Spediteure fordern 3. Bahn

Spediteure fordern 3. Bahn

24.05.2017

Die Verkehrszahlen des Flughafens München können sich sehen lassen: Die Anzahl der Flugbewegungen wuchs 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent auf 394.000, der Luftfrachtumschlag sogar um gut fünf Prozent auf 334.000 Tonnen. »Das ist eine sehr positive Entwicklung für unsere Branche«, erklärte kürzlich Edina Brenner, Geschäftsführerin des Landesverbandes Bayerischer Spediteure (LBS), im Interview mit der Bayerischen Staatszeitung.

Es käme jedoch bereits vor, dass Airlines aufgrund des mangelnden Angebots an Zeitfenstern für Starts und Landungen abgewiesen werden müssten. »Das bedeutet langfristig Stagnation auf dem jetzigen Niveau«, resümierte Brenner besorgt. Die Bayerische Speditions- und Logistikbranche sei irritiert davon, dass die Entscheidung um die 3. Bahn immer weiter hinausgezögert werde.

Das Resultat aus dieser Kombination von Wachstum und Stagnation: Fracht müsse von München zu anderen Flughäfen »getruckt« werden. Dabei wird abflugfertige Fracht über die Straße zu einem anderen Airport transportiert und verladen. Das sei »weder ökonomisch noch ökologisch«, kritisierte Brenner, und sollte daher ihrer Meinung nach die Ausbaugegner zum Nachdenken anregen. Stellvertretend für den LBS forderte sie im Hinblick auf die Wachstumsraten im Luftfrachtbereich eine »zeitnahe politische Entscheidung für den Ausbau des Flughafens.«