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Messechef zur dritten Bahn

Messechef Klaus Dittrich zur dritten Bahn:
Politik muss mutige Entscheidungen treffen

30.06.2016
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München hat sich für den Bau der dritten Start- und Landebahn am Flughafen München ausgesprochen und den Kapazitätsengpass am Airport mit dem Messegelände verglichen. Die Entscheidung für die neue Messe sei einst mutig gewesen, sagte Dittrich beim Spatenstich für die letzten beiden der dann 18 Messehallen mit zusammen 200.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und über etwa 400.000 Quadratmeter Freigelände.

Dieser Mut habe sich aber längst als richtig und zukunftsweisend erwiesen. »Auf dem alten Gelände auf der Theresienhöhe gäbe es heute keine Bauma, keine ISPO, keine IFAT und keine Bau München mehr. All diese Messen hätten sich längst andere Standorte gesucht, weil wir ihnen nicht genug Platz bieten könnten«, sagte Dittrich nach Angaben des Münchner Merkurs in Anwesenheit von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Dittrich zeigte sich sehr froh über den Umzug und den Ausbau der Münchner Messe und sagte: »Wenn die Entscheidung zum Neubau der Messe heute anstünde, hätten wir eine ähnliche Situation wie beim Flughafen München.« Die anhaltende Debatte um eine dritte Startbahn sei »ein Lehrstück« dafür, dass Politik derzeit manchmal vermissen lasse, was ihre Aufgabe sei: mutige Entscheidungen zu treffen. »Wir brauchen diesen Flughafen«, so Dittrich. Die Messe München stehe für 25.000 Arbeitsplätze und einen Milliardenumsatz in der Region. Auf www.gutfuerbayern.de unterstreichen neben der Messe München bereits über 160 weitere Unternehmen und Verbände die enorme Bedeutung eines leistungsfähigen Flughafens für München und Bayern.

Der Messestandort München zählt heute zu den erfolgreichsten der Welt. So kommen jedes Jahr mehr als 30.000 Aussteller und über 2 Millionen Besucher zu den rund 40 internationalen Messen auf dem Münchner Messegelände. Die größten darunter sind mit mehr als 530.000 Besuchern die Bauma, die BAU mit mehr als 230.000 sowie die Heim+Handwerk mit mehr als 130.000 Besuchern.

Mehr erfahren: Artikel des Münchner Merkurs vom 29.06.2016