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Der Flughafen München – jetzt Perspektiven schaffen

Der Flughafen München – jetzt Perspektiven schaffen

Der Flughafen München wird seine herausragende Position im internationalen Flugverkehr und seine wichtige Rolle für die Region nur halten und ausbauen können, wenn er mit den Anforderungen seiner Kunden wachsen kann. Doch schon jetzt arbeitet der Airport am Limit. Der Bau der dritten Start- und Landebahn ist daher für München und Bayern ein Zukunftsprojekt von enormer Bedeutung: Ohne den Bau droht München langfristig den Anschluss zu verpassen. Mit der dritten Bahn hingegen kann die gemeinsame Erfolgsgeschichte des Flughafens mit der Region und Bayern fortgeschrieben werden.

Nachfrage nach Mobilität steigt

Der Münchner Flughafen ist der modernste sowie beste Airport Europas und für die Region als Standortfaktor, Jobmotor und Garant exzellenter Verbindungen von wesentlicher Bedeutung. Seit der Inbetriebnahme 1992 hat sich das Passagieraufkommen auf über 42 Millionen 2016 mehr als verdreifacht. Allein seit 2010 stieg es um über 20 Prozent. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Aktuelle Verkehrsprognosen gehen davon aus, dass in den nächsten beiden Jahrzehnten das weltweite Passagieraufkommen weiter um jährlich rund 5 Prozent wachsen wird.

Für Deutschland rechnet das Bundesverkehrsministerium bis 2030 mit einem Wachstum des Luftverkehrsaufkommens um rund 60 Prozent verglichen mit 2010. Auf das Drehkreuz München mit seinem hohen Anteil an Umsteigepassagieren wird sich dies deutlich auswirken. So rechnen die vom Gericht bestätigten Prognosen langfristig mit einem Passagierwachstum am Flughafen München auf über 58 Millionen Fluggäste – allerdings nur, wenn die notwendigen Ausbaumaßnahmen erfolgen.

Auch die Region München wächst stark

Dazu kommt, dass auch die Region München weiter wächst, stärker als jede andere in Deutschland. 2015 wurde der 1,5-millionste Münchner begrüßt, bis 2030 werden weitere rund 300.000 Einwohner erwartet.

Mehr erfahren: Metropolregion München

Um 14 bis 20 Prozent werden in diesem Zeitraum auch die umliegenden Landkreise München, Ebersberg, Erding, Dachau, Freising, Starnberg und Fürstenfeldbruck zulegen (bezogen auf 2010). Dieser Zuzug stellt die Region vor Herausforderungen – gerade wenn es um Fragen des Wohnraums und des Ausbaus von Infrastruktur geht. Damit die Region München lebenswert bleibt, müssen Schlüsselinfrastrukturen wie der Flughafen mitwachsen. Nur so kann die steigende Nachfrage in gleicher Qualität bedient werden.

Flughafen bereits heute am Limit

Schon jetzt sind die Kapazitäten des Flughafens an Werktagen über weite Strecken ausgeschöpft und das bestehende Zwei-Bahnen-System nähert sich seiner praktischen Kapazitätsgrenze von etwa 430.000 Flugbewegungen.

Das bedeutet, dass der Flughafen zu den nachfragestarken Zeiten während der täglich sechs großen An- und Abflugwellen keine weiteren Kapazitäten für Starts und Landungen anbieten kann. Die Infrastruktur ist also nicht in der Lage, den zusätzlichen Verkehr zu den Zeiten abzuwickeln, in denen die Menschen darauf angewiesen sind. Anfragen der Fluggesellschaften für diese Stoßzeiten müssen vom Flughafenkoordinator abgewiesen werden.

In den kommenden Jahren ist aufgrund der Kapazitätsengpässe nur noch mit einem gedämpften Bewegungswachstum zu rechnen – die Nachfrage sowohl von Airlines als auch von Passagieren aber wäre da.

Steigende Nachfrage kann nur mit mehr Flugbewegungen bedient werden

In den zurückliegenden Jahren konnten Airlines die wachsenden Passagierzahlen noch bewältigen, indem sie ihre Flugzeugflotten zum Teil auf eine neue Generation größerer Maschinen umrüsteten. Dieser Prozess ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Wachsende Passagiernachfrage können die Airlines künftig nur noch mit mehr Flugbewegungen bewältigen.

Mit der geplanten dritten Start- und Landebahn lässt sich die Kapazität des Münchner Flughafens München von heute maximal 90 auf 120 planbare Flugbewegungen pro Stunde erhöhen. Der Bau der 3. Bahn macht den Münchner Flughafen also fit für die Anforderungen der Zukunft. Der Bedarf wird für Jahrzehnte gedeckt – und zwar anders als bei den meisten Infrastrukturprojekten ohne einen Cent Steuermittel. Denn der Ausbau wird vollständig aus den eigenen Einnahmen des Flughafens finanziert.

Zukunftsfrage für die Region

Doch es geht bei diesem Projekt nicht um die Frage: »Wachstum oder Status Quo«. Vielmehr ist ohne die zusätzliche Bahn auch der heutige Bestand an attraktiven Direktverbindungen gefährdet. München droht im Luftverkehr abgehängt zu werden. Wenn Fluglinien in München keine neuen Verbindungen anbieten können, steigt der Druck auf die Airlines, bestehende Verbindungen auf andere Flughäfen zu verlagern.

Zahlreiche Airports investieren derzeit massiv, um Drehkreuze auf- oder auszubauen, wie der Blick nach Doha, Dubai oder Istanbul zeigt. Der erreichte Stand exzellenter Verbindungen von und nach München ist daher nicht selbstverständlich. Deshalb geht es beim Bau der dritten Start- und Landebahn um eine zentrale Zukunftsentscheidung für München und für Bayern.

Mehr erfahren: vbw-Studie Wirtschaftliche Auswirkungen des Luftverkehrsdrehkreuzes München auf Bayern

Erfolgsgeschichte fortschreiben

Der Flughafen München ist heute im internationalen Flugverkehr stark positioniert und hat weiterhin hervorragende Entwicklungschancen. Dies gilt allerdings nur, wenn er sich mit den wachsenden Anforderungen seiner Kunden weiter entwickeln kann. Der wachsende Luftverkehr spiegelt heute die weltweite Vernetzung fast aller Lebensbereiche wider: der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kultur, des Sports, der Arbeitswelt, des Tourismus und der privaten Beziehungen.

Mehr erfahren: Ausbauplanung

Der Flughafen München bietet für alle diese Felder exzellente Verbindungen. Mit dem Bau der dritten Bahn werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Flughafen München seine gemeinsame Erfolgsgeschichte mit der Region und Bayern auch in Zukunft fortschreiben kann: als Standortfaktor, als Job-Motor und als millionenfach gelebte Verbindung zwischen Menschen weltweit.